Historisches - Kleingärtnerverein Rethen/Leine e.V.

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Historisches

Im Gründungsjahr 1948 kamen am 15. Februar ca. 13 Gartenfreunde als Gründungsmitglieder zusammen und beschlossen, den Kleingärtnerverein Rethen/Leine ins Leben zu rufen. Das Dokument mit dem Versammlungsprotokoll, sowie das Protokoll der darauffolgenden Versammlung am 11. April 1948 kann man noch heute in unserem Vereinsbüro ausgehängt finden.

Zur leichteren Lesbarkeit wird der Text hier nochmals in gedruckter Form wiedergegeben.

Linkes Blatt der Abbildung:

15. Februar 1948
Protokoll zur Gründungsversammlung
des Kleingartenvereins e.V. Rethen/Leine

Nach vorangegengenen Besprechungen und Verhandlungen mit dem Vorstand des Bezirksverbandes der Kleingärtner e.V. Hannover-Land trafen sich am Sonntag, den 15.2.1948 um 1030 Uhr 13 interessierte Herren im Bahnhofsrestaurant Rethen L. zwecks Besprechung über Kleingartenangelegenheiten bezw. evtl. Gründung eines Vereins der Kleingärtner.

Um 1045 Uhr eröffnete Herr Karl Kurze die Sitzung und gab einen Bericht über den mit dem Geschäftsführer des Bezirksverbandes der Kleingärtner, Herrn Schmidt, Hannover-Döhren geführten Verhandlungen. Seine Ausführungen gaben eingehenden Aufschluß über Zweck und Ziele des Verbandes, welche sehr beifällig aufgenommen wurden.

Nach kurzer aber reger Aussprache welche das große Interesse der Anwesenden erkennen ließ, machte Herr Kurtze die Versammelten, durch verlesen mit den Satzungen des Verbandes bekannt.

In den darauf folgenden Beratungen und Besprechungen wurde beschlossen, einen Verein der Kleingärtner zu gründen unter dem Namen,

                   Kleingarten-Verein e.V. Rethen/Leine

und dem Bezirksverband anzuschließen.
Der Beschluß war einstimmig.

Mit Anerkennung der Satzung durch Unterschrift von 7 Mitgliedern des neuen Vereins vollzog sich die Aufnahme in den Bezirksverband der Kleingärtner e.V. Hannover-Land.

In der nun erfolgten Vorstandswahl wurden nachfolgende Herren
gewählt, als:

1. Vorsitzender    Karl Kurtze
2. Vorsitzender    Karl Kurt Karwath
1. Kassierer         Paul Kafke
2. Kassierer         Oswald Blasche
1. Schriftführer    Otto Enkelmann
2. Schriftführer    Hans Hepke

Die Wahl erfogte durch Abstimmung und sämtliche Herren wurden einstimmig gewählt.
In den weiteren Vorstand wurden als beratende Mitglieder in Gartenangelegenheiten, neben Karwath, Klaus Treichel und Johann Gottschalk gewählt.

Da die Zeit wegen der bald in Angriff zu nehmenden Gartenarbeiten drängt, wurde beschlossen kurzfristig eine Versammlung für Dienstag, den 17.II.48 um 1930 Uhr einzuberufen, die sich in der Hauptsache mit Werbung und Aufnahme neuer Mitglieder und Bestellung für Sämereien und Düngemittel befassen soll.

Schluß der Versammlung 1215 Uhr



Rechtes Blatt der Abbildung:

Rethen-Leine, d. 11. April 1948

Niederschrift des Gründungsprotokolls des Kleingärtnervereins Rethen-Leine

Auf Veranlassung des Bürgermeisters Herrn Winkler wurde im Interesse aller Bewerber eine öffentliche Versammlung in der Gastwirtschaft Kunkel zwecks Gründung eines Kleingärtnervereins einberufen.

Zu dieser Versammlung waren sich der erste Vorsitzende des Landesverbandes der Kleingärtner Herr Hacke, sowie von Seiten des Bezirksverbandes der erste Vorsitzende Herr Hapke und der Geschäftsführer Herr Schmidt erschienen.

Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Winkler erteilte dieser dem ersten Vorsitzenden des Landesverbandes Herrn Hacke das Wort.

Gartenfreund Hacke erläuterte den Anwesenden die Wichtigkeit der Gründung eines Kleingärtnervereins. Nach seinem reichlichen Vortrage wurde zur Vorstandswahl geschritten.

Auf Vorschlag der Versammlung wurden in den Vorstand gewählt.

1. Vorsitzender Gartenfreund August Saatze
2. Vorsitzender Gartenfreund Karl-Heinz Karwath
1. Kassenführer Gartenfreund Karl Kurze
2. Kassenführer Gartenfreund Willi Nelke
1. Schriftführer Gartenfreund Otto Enkelmann
2. Schriftführer Gartenfreund Paul Kafke

Nach der vollzogenen Vorstandswahl wurde der Versammlung vom
1. Vorsitzenden aus mitgeteilt, daß ein Mitgliedsbeitrag in Höhe von
2,00 Mark jährlich von jedem Mitglied erhoben wird.

Im Namen aller Anwesenden dankte er den Gartenfreunden Hacke, Hapke und Schmidt für ihr persönliches Mitwirken bei der Gründung des Kleingärtnervereins und schloß die Versammlung mit den Worten "Gut grün"

1. Vorsitzende                                     Schriftführer
  August Saatze                                  Otto Enkelmann


Soviel zu den ersten Hinweisen auf die Entstehung unseres Vereins.

Rethener Bauern stellten gegen eine geringe jährliche Pachtgebühr Land am Rande ihrer Äcker als Gartenland für notleidende Mitbürger zur Verfügung.

Das Pachtland bestand somit aus vielen über Rethen und Umland verteilten Gartenkolonien und wurde als Grabeland bezeichnet. Flüchtlinge und andere mittellose Familien konnten Obst, Gemüse und Kartoffeln anbauen und so ihren Nahrungsbedarf in der Anfangszeit der Nachkriegsjahre annähernd sichern.

Im Jahre 1968 bot die Stadt Laatzen dem Verein eine Erweiterung ihres Gartengeländes an. Das neue Gelände befand sich allerdings in einem anderen Randgebiet der Ortschaft Rethen, nämlich auf dem Galgenberg, gewissermaßen an höchster Stelle und mußte von einem Trümmerfeld erst zu einem für ein Gartengelände brauchbares Areal durch Auftragung von geeignetem Bodenmaterial gemacht werden.

Die Gartenfreunde ergriffen das Angebot und fanden recht leicht neue pachtwillige Mitstreiter, die mit unermüdlicher gegenseitiger Hilfe in Monaten und Jahren ihrer Freizeit die Parzellen in schmucke Kleinodien grüner Vielfalt verwandelten, in denen sich Blumen- und Gemüsebeete, schattenspendender Obstbaumbestand, und Rasenflächen abwechselten und nur einige Hecken den Blick in weitere Gefilde unterbrachen.

Die neue Kolonie bekam den Namen entsprechend ihrem Standort "Kolonie Galgenberg". Nach und nach wurden auch Gartenlauben errichtet und sorgten für eine noch heimeligere Atmosphäre. Den arbeitsamen Parzellenpächtern war damit ein Unterstand bei Regen gegeben und dem geselligen Beisammensein konnten die Unbilden des Wetters so auch nichts mehr anhaben.

Nach und nach wurden die Haupt- und Nebenwege zwischen den Gärten bei freundschaftlicher Gemeinschaftsarbeit eingefaßt und mit Belag befüllt. Einen Stromanschluß für jeden Garten der Kolonie Galgenberg gab es in den siebziger Jahren.

Von den vielen Kolonien (Steinkuhle, Abendfrieden, Stephaniland, Steinfeld, Körnerland, Baracken, Beckmannland am Sportplatz, Schaperland, Spannfeld und weiteren) ist heute nur noch das ehemalige Spannfeld im Besitz des Vereins. Diese Kolonie heißt heute Morgenrot und liegt an der Peiner Straße in der Nähe des heutigen Lokals Paulaner im Erbenholz.

Aus Ackerland machten die Gartenfreunde im Laufe der Jahre gepflegtes Gartenland. Sie waren hochmotiviert und erfreuten sich alljährlich über die Obst- und Gemüseerträge aus eigener Ernte und durch eigener Hände Arbeit. Nicht weniger begeistert waren sie über den unerschöpflichen Freizeitwert und die Kameradschaft unter Ihresgleichen.

Im Jahre 1968 bot die Stadt Laatzen dem Verein ein weiteres Gartengelände an. Das neue Gelände befand sich auf dem Galgenberg, gewissermaßen an höchster Stelle und mußte von einem Trümmerfeld erst zu einem für ein Gartengelände brauchbares Areal durch Auftragung von geeignetem Bodenmaterial gemacht werden.

Die Gartenfreunde ergriffen das Angebot und fanden recht leicht neue pachtwillige Mitstreiter, die mit unermüdlicher gegenseitiger Hilfe in Monaten und Jahren ihrer Freizeit die Parzellen in schmucke Kleinodien grüner Vielfalt verwandelten, in denen sich Blumen- und Gemüsebeete, schattenspendender Obstbaumbestand, und Rasenflächen abwechselten und nur einige Hecken den Blick in weitere Gefilde unterbrachen.

Die neue Kolonie bekam den Namen entsprechend ihrem Standort "Kolonie Galgenberg". Nach und nach wurden auch Gartenlauben errichtet und sorgten für eine noch heimeligere Atmosphäre. Den arbeitsamen Parzellenpächtern war damit ein Unterstand bei Regen gegeben und dem geselligen Beisammensein konnten die Unbilden des Wetters so auch nichts mehr anhaben.

Im Laufe der Zeit wurden die Haupt- und Nebenwege zwischen den Gärten bei freundschaftlicher Gemeinschaftsarbeit eingefaßt und mit Belag befüllt. Einen Stromanschluß für jeden Garten der Kolonie Galgenberg gab es in den siebziger Jahren.

1996 konnte die Kolonie Morgenrot mit angrenzendem Land auf über dreifache Größe erweitert werden.


Unser Garten heute

Mit den modernen und recht preiswerten technischen Geräten sind unsere Gärten heute recht leicht zu pflegen und so mancher Garten hat schon ein parkähnliches Erscheinungsbild erhalten - mit gepflegtem Rasen und vielen Blumenbeeten. Die Gartennutzung wandelt sich mehr und mehr hin zu Freude und Freizeit in der Natur. Die Aufgabe, sich so weit wie möglich aus dem eigenen Garten zu ernähren spielt bei den heutigen Preisen für Obst und Gemüse eine nebengeordnete Rolle. Das herzliche Miteinander, die freundschaftliche Verbundenheit und die Freude an der Pflege und dem Wachstum der Pflanzen, an den jahreszeitlichen Schönheiten des Gartens, stehen im Mittelpunkt.

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