
Die Geschichte des Vereins
in Kürze
Die vorliegenden Aufzeichnungen gehen
zurück bis ins Jahr 1920.
Die "Pächtervereinigung Rethen/Leine",
mit der alles begann, verfügte in Rethen
und Randbereichen über erheblich verstreutes
Pachtland zur kleingärtnerischen Nutzung.
Der 1948 gegründete Kleingartenverein
Rethen/Leine e.V. entstand parallel zur
immer noch existierenden Pächtervereinigung
Rethen/Leine, doch gingen beide noch im
selben Jahr zusammen und wurden zum
Kleingärtnerverein
Rethen/Leine e.V.
Die originalen Gründungsprotokolle
von 1948 hängen noch heute
im Vereinsbüro in der Kolonie Galgenberg
aus.

Die Geschichte des Vereins
ab 1948 im einzelnen
Im Gründungsjahr 1948 kamen am 15.
Februar 13 Gartenfreunde
als Gründungsmitglieder zusammen
und beschlossen, den
Kleingartnerverein Rethen/Leine ins Leben
zu rufen.
Der Text wird hier nochmals besser lesbar
wiedergegeben.
Linkes
Blatt der Abbildung:
15. Februar 1948
Protokoll zur Gründungsversammlung
des Kleingartenvereins e.V. Rethen/Leine
Nach vorangegengenen Besprechungen und
Verhandlungen mit dem Vorstand des Bezirksverbandes
der Kleingärtner e.V. Hannover-Land
trafen sich am Sonntag, den 15.2.1948
um 1030
Uhr 13 interessierte Herren im Bahnhofsrestaurant
Rethen L. zwecks Besprechung über
Kleingartenangelegenheiten bezw. evtl.
Gründung eines Vereins der Kleingärtner.
Um 1045
Uhr eröffnete Herr Karl Kurze die
Sitzung und gab einen Bericht über
den mit dem Geschäftsführer
des Bezirksverbandes der Kleingärtner,
Herrn Schmidt, Hannover-Döhren geführten
Verhandlungen. Seine Ausführungen
gaben eingehenden Aufschluß über
Zweck und Ziele des Verbandes, welche
sehr beifällig aufgenommen wurden.
Nach kurzer aber reger Aussprache welche
das große Interesse der Anwesenden
erkennen ließ, machte Herr Kurtze
die Versammelten, durch verlesen mit den
Satzungen des Verbandes bekannt.
In den darauf folgenden Beratungen und
Besprechungen wurde beschlossen, einen
Verein der Kleingärtner zu gründen
unter dem Namen,
Kleingarten-Verein e.V. Rethen/Leine
und dem Bezirksverband anzuschließen.
Der Beschluß war einstimmig.
Mit Anerkennung der Satzung durch Unterschrift
von 7 Mitgliedern des neuen Vereins vollzog
sich die Aufnahme in den Bezirksverband
der Kleingärtner e.V. Hannover-Land.
In der nun erfolgten Vorstandswahl wurden
nachfolgende Herren
gewählt, als:
1. Vorsitzender Karl
Kurtze
2. Vorsitzender Karl
Kurt Karwath
1. Kassierer Paul
Kafke
2. Kassierer Oswald
Blasche
1. Schriftführer Otto
Enkelmann
2. Schriftführer Hans
Hepke
Die Wahl erfogte durch Abstimmung und
sämtliche Herren wurden einstimmig
gewählt.
In den weiteren Vorstand wurden als beratende
Mitglieder in Gartenangelegenheiten, neben
Karwath, Klaus Treichel und Johann Gottschalk
gewählt.
Da die Zeit wegen der bald in Angriff
zu nehmenden Gartenarbeiten drängt,
wurde beschlossen kurzfristig eine Versammlung
für Dienstag, den 17.II.48 um 1930
Uhr einzuberufen, die sich in der Hauptsache
mit Werbung und Aufnahme neuer Mitglieder
und Bestellung für Sämereien
und Düngemittel befassen soll.
Schluß der Versammlung 1215
Uhr
Rechtes
Blatt der Abbildung:
Rethen-Leine, d. 11. April 1948
Niederschrift des Gründungsprotokolls
des Kleingärtnervereins Rethen-Leine
Auf Veranlassung des Bürgermeisters
Herrn Winkler wurde im Interesse aller
Bewerber eine öffentliche Versammlung
in der Gastwirtschaft Kunkel zwecks Gründung
eines Kleingärtnervereins einberufen.
Zu dieser Versammlung waren sich der erste
Vorsitzende des Landesverbandes der Kleingärtner
Herr Hacke, sowie von Seiten des Bezirksverbandes
der erste Vorsitzende Herr Hapke und der
Geschäftsführer Herr Schmidt
erschienen.
Nach der Begrüßung durch Bürgermeister
Winkler erteilte dieser dem ersten Vorsitzenden
des Landesverbandes Herrn Hacke das Wort.
Gartenfreund Hacke erläuterte den
Anwesenden die Wichtigkeit der Gründung
eines Kleingärtnervereins. Nach seinem
reichlichen Vortrage wurde zur Vorstandswahl
geschritten.
Auf Vorschlag der Versammlung wurden in
den Vorstand gewählt.
1. Vorsitzender Gartenfreund August Saatze
2. Vorsitzender Gartenfreund Karl-Heinz
Karwath
1. Kassenführer Gartenfreund Karl
Kurze
2. Kassenführer Gartenfreund Willi
Nelke
1. Schriftführer Gartenfreund Otto
Enkelmann
2. Schriftführer Gartenfreund Paul
Kafke
Nach der vollzogenen Vorstandswahl wurde
der Versammlung vom
1. Vorsitzenden aus mitgeteilt, daß
ein Mitgliedsbeitrag in Höhe von
2,00 Mark jährlich von jedem Mitglied
erhoben wird.
Im Namen aller Anwesenden dankte er den
Gartenfreunden Hacke, Hapke und Schmidt
für ihr persönliches Mitwirken
bei der Gründung des Kleingärtnervereins
und schloß die Versammlung mit den
Worten "Gut grün"
1. Vorsitzende Schriftführer
August Saatze Otto
Enkelmann
Soviel zu den ersten Hinweisen auf die
Entstehung unseres Vereins.
Der weitere Werdegang

Rethener Bauern stellten gegen eine geringe
jährliche Pachtgebühr Land am
Rande ihrer Äcker als Gartenland
für notleidende Mitbürger zur
Verfügung.
Das Pachtland bestand somit aus vielen
über Rethen und Umland verteilten
Gartenkolonien und wurde als Grabeland
bezeichnet. Flüchtlinge und andere
mittellose Familien konnten Obst, Gemüse
und Kartoffeln anbauen und so ihren Nahrungsbedarf
in der Anfangszeit der Nachkriegsjahre
annähernd sichern.
Von den vielen Kolonien (Steinkuhle,
Abendfrieden, Stephaniland, Steinfeld,
Körnerland, Baracken, Beckmannland
am Sportplatz, Schaperland, Spannfeld
und weiteren) ist heute nur noch das ehemalige
Spannfeld im Besitz des Vereins. Diese
Kolonie heißt heute Morgenrot und
liegt an der Peiner Straße in der
Nähe des heutigen Lokals Paulaner
im Erbenholz.
Aus Ackerland machten die Gartenfreunde
im Laufe der Jahre gepflegtes Gartenland.
Sie waren hochmotiviert und erfreuten
sich alljährlich über die Obst-
und Gemüseerträge aus eigener
Ernte und durch eigener Hände Arbeit.
Nicht weniger begeistert waren sie über
den unerschöpflichen Freizeitwert
und die Kameradschaft unter Ihresgleichen.
Im Jahre 1968 bot die Stadt Laatzen dem
Verein ein weiteres Gartengelände
an. Das neue Gelände befand sich
auf dem Galgenberg, gewissermaßen
an höchster Stelle und mußte
von einem Trümmerfeld erst zu einem
für ein Gartengelände brauchbares
Areal durch Auftragung von geeignetem
Bodenmaterial gemacht werden.
Die Gartenfreunde ergriffen das Angebot
und fanden recht leicht neue pachtwillige
Mitstreiter, die mit unermüdlicher
gegenseitiger Hilfe in Monaten und Jahren
ihrer Freizeit die Parzellen in schmucke
Kleinodien grüner Vielfalt verwandelten,
in denen sich Blumen- und Gemüsebeete,
schattenspendender Obstbaumbestand, und
Rasenflächen abwechselten und nur
einige Hecken den Blick in weitere Gefilde
unterbrachen.
Die neue Kolonie bekam den Namen entsprechend
ihrem Standort "Kolonie Galgenberg". Nach
und nach wurden auch Gartenlauben errichtet
und sorgten für eine noch heimeligere
Atmosphäre. Den arbeitsamen Parzellenpächtern
war damit ein Unterstand bei Regen gegeben
und dem geselligen Beisammensein konnten
die Unbilden des Wetters so auch nichts
mehr anhaben.
Im Laufe der Zeit wurden die Haupt- und
Nebenwege zwischen den Gärten bei
freundschaftlicher Gemeinschaftsarbeit
eingefaßt und mit Belag befüllt.
Einen Stromanschluß für jeden
Garten der Kolonie Galgenberg gab es in
den siebziger Jahren.
1996 konnte die Kolonie Morgenrot mit
angrenzendem Land auf über dreifache
Größe erweitert werden.
Unser Garten heute
Mit den modernen und recht preiswerten
technischen Geräten sind unsere Gärten
heute recht leicht zu pflegen und so mancher
Garten hat schon ein parkähnliches
Erscheinungsbild erhalten - mit gepflegtem
Rasen und vielen Blumenbeeten. Die Gartennutzung
wandelt sich mehr und mehr hin zu Freude
und Freizeit in der Natur. Die Aufgabe,
sich so weit wie möglich aus dem
eigenen Garten zu ernähren spielt
bei den heutigen Preisen für Obst
und Gemüse eine nebengeordnete Rolle.
Das herzliche Miteinander, die freundschaftliche
Verbundenheit und die Freude an der Pflege
und dem Wachstum der Pflanzen, an den
jahreszeitlichen Schönheiten des
Gartens, stehen im Mittelpunkt.

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Copyright Kleingärtnerverein Rethen/Leine
e.V.
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